Erscheinungsjahr:
2009
509 Seiten - gebundene Ausgabe
ISBN:
9783888975790
»Seit einiger Zeit bin ich nun geplagt, vielleicht auch gesegnet, durch Träume von Flüssen und Meeren.« Als John in London diesen merkwürdigen Brief seines Vaters erhält, ist Albert James, der berühmte Anthropologe, bereits tot. John eilt nach Indien, der Wahl heimat der Eltern, sucht nach Erklärungen: Warum ist der Vater so plötzlich gestorben? Seine Krebserkrankung hatte er eigentlich unter Kontrolle. Welche Theorien haben ihn zuletzt beschäftigt, warum hat er am Schluss, ganz gegen seine Gewohnheit, Johns Nähe gesucht? Helen, seine Mutter, empfängt ihn kühl wie immer. Die engagierte Ärztin scheint auch über den Tod hinaus ihre exklusive Beziehung zu dem großen Forscher bewahren zu wollen. Wieso lässt sie sich dann mit dem amerikanischen Journalisten ein, der die erste große Biografie ihres Mannes schreiben will? Bei der Trauerfeier tauchen Menschen auf, die Albert nahestanden, doch jeder scheint von einem anderen Albert James zu sprechen. John kriegt zunehmend das Gefühl, weder Vater noch Mutter gekannt zu haben, zu kennen. Der Tod, eine Leerstelle. Je länger sich Helen, John und der Biograf mit dem Verstorbenen und ihrer Beziehung zu ihm befassen, desto mehr scheinen sich die Fäden zu verwirren. In dem brodelnden Delhi schwinden alte Gewissheiten, gerät ihr eigenes Leben aus der Bahn.
| naily1 | |
| „Träume von Flüssen und Meeren“ sind das Letzte, was den berühmten Anthropologen Albert James beschäftigt. Nacht für Nacht sieht er Flüsse und Meere, stirbt bald darauf. Vorher schreibt er jedoch noch einen Brief an seinen Sohn John, der in London lebt, in dem er ihm davon berichtet. Die „Träume von Flüssen und Meeren“ – soll er sie nun als Plage ansehen? Oder als Segen? John ist jedenfalls zunächst einmal fassungslos. Zwar hatte er in den letzten Jahren keinen allzu regen Kontakt mehr zu seinen Eltern, die beide im indischen Delhi gewohnt haben, dennoch geht ihm der Tod seines Vaters sehr nahe. Warum ist er nun aus dem Leben geschieden? John kann es sich nicht erklären. So reist er in Windeseile nach Indien, um eine Antwort zu finden. Dort angekommen muss er jedoch erschreckende Tatsachen feststellen: Seine Mutter, die ihrem seit langen Jahren nicht mehr gesehenen Sohn einen relativ kühlen Empfang bereitet, lässt sich schon bald nach dem Tod ihres Ehemannes auf eine neue Beziehung ein. Über seinen Vater hört er von Außenstehenden Sachen, die er sich im Traum nicht hätte vorstellen können. John ist völlig verwirrt: Wer sind, bzw. waren seine Eltern wirklich? weiter | |
| S_Holmes | |
| Träume von Flüssen und Meeren sind das Letzte, was den berühmten Anthropologen Albert James beschäftigt. Nacht für Nacht sieht er Flüsse und Meere, stirbt bald darauf. Vorher schreibt er jedoch noch einen Brief an seinen Sohn John, der in London lebt, in dem er ihm davon berichtet. Die „Träume von Flüssen und Meeren“ – soll er sie nun als Plage ansehen? Oder als Segen? John ist jedenfalls zunächst einmal fassungslos. Zwar hatte er in den letzten Jahren keinen allzu regen Kontakt mehr zu seinen Eltern, die beide im indischen Delhi gewohnt haben, dennoch geht ihm der Tod seines Vaters sehr nahe. Warum ist er nun aus dem Leben geschieden? John kann es sich nicht erklären. So reist er in Windeseile nach Indien, um eine Antwort zu finden. Dort angekommen muss er jedoch erschreckende Tatsachen feststellen: Seine Mutter, die ihrem seit langen Jahren nicht mehr gesehenen Sohn einen relativ kühlen Empfang bereitet, lässt sich schon bald nach dem Tod ihres Ehemannes auf eine neue Beziehung ein. Über seinen Vater hört er von Außenstehenden Sachen, die er sich im Traum nicht hätte vorstellen können. John ist völlig verwirrt: Wer sind, bzw. waren seine Eltern wirklich? weiter | |
| Oliva | |
| John James hört vom Tod seines Vater und fliegt sogleich nachDehli, wo seine Eltern seit 5 Jahren leben. Er selbst ist Wissenschaftler, hat gerade promoviert und hatte mit seinen Eltern immer nur sporadischen Kontakt. Als er ankommt, hat seine Mutter nach dem Tod ihres Ehemannes, mit dem sie 30 Jahre gelebt hat, alles in Griff. John bekommt nicht mal mehr Gelegenheit, die Leiche zu sehen. Auch für ein Gespräch gibt es keine Möglichkeit und er fährt einigermaßen frustriert wieder zurück. Tatsächlich kann jedoch seine Mutter nicht so mühelos wieder zu ihrem Alltag zurückkehren, wie sie sich das vorgestellt hat. Das Paar war psychisch wesentlich mehr abhängig voneinander, als sie sich eingestehen will. Der amerikanische Biograph, der zufällig gleichzeitig in Dehli angekommen ist, ohne vom überraschenden Tod nichts zu wissen, will an seinem Plan einer Biographie festhalten. Er beginnt ein intensives Verhältnis mit der Witwe. Den 24jährigen Sohn zieht es wieder zurück nach Indien, weil er unbedingt eine Beziehung zu seiner Mutter sucht, die sich ihm lebenslang verweigert hat. Auch über den Vater möchte er mehr erfahren. Gleichzeitig begibt es sich auf die Suche nach sich selbst. weiter | |
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