Erscheinungsjahr:
2007
125 Seiten - Taschenbuch
ISBN:
9783894014797
Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur.
Diese Spur muss der Leser aufnehmen.
Unheimlich wird es, weil man jeden Schritt des Mörders mit verfolgt, ihn beobachtet bei seinen alltäglichen Verrichtungen, ohne seine Identität zu kennen. Die spannende Unruhe, die einen bis zum Ende nicht verlässt, löst sich erst auf, wenn das Mosaik komplett ist.
| Buchraeuber | |
| Die gesamte Danner-Familie wird mit Spitzhacke erschlagen auf ihrem abgelegenen Hof aufgefunden: Vater, Mutter, selbst die unschuldigen Kinder. Keine der einfachen Leute, die im kleinen Dorf Tannöd leben, kann sich das grausame Verbrechen erklären, Spekulationen gibt es allerdings viele- schließlich waren die Danners schon immer rechte Eigenbrödler. Die Spur des Verbrechens muss der Leser nun selbst aufnehmen, wenn ihm montageartig immer wieder Zeugenaussagen der Nachbarn, der Mägde oder des Lehrers, narrative Rückblicke ins Leben der Danners, sowie Passagen, in denen der noch identitätslose Mörder im Alltag beschreiben wird, vorgestezt werden. Eingeschoben werden immer wieder langen Sermones von flehenden Gebeten zur Mutter Gottes, was die christlich-naive Beschränktheit der Bewohner sowie den heuchlerischen Kontrast zwischen christlicher Moral und grausamer Mordtat zeigt. weiter | |
| Entgleisen | |
| Mitte der Fünfziger Jahre wird in einem kleinen Dorf im Bayerischen Wald eine gesamte Familie samt Magd ermordet aufgefunden. Das Geschehen wird anhand vieler Zeugenaussagen dargestellt, die gelegentlich durch Überleitungen verbunden werden. Nach und nach kommen weitere Geheimnisse ans Licht, und der Leser ahnt, welche Bigotterie und Heuchelei, welche Masse an Lügen und Schuld sich in dem Dorfidyll verbergen. weiter | |
| Friedl1 | |
| Die Familie Danner wird mit einer Spitzhacke erschlagen. Da die bayrische Bauernfamilie in Dorf und Umgebung eher unbeliebt ist , ist auch der Kreis der Verdaechtigen gross. Das Buch laesst moegliche Zeugen also Menschen aus dem Umfeld, vernehmungsprotokollartig zu Wort kommen. Zwischen diesen monologartigen Passagen ordnet ein Erzaehler die Handlung. weiter | |
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