Erscheinungsjahr:
2004
443 Seiten - Taschenbuch
ISBN:
9783833300936
Albert F. Mummery war der Erste, der ihm zum Opfer fiel. 1895 kam der beste Kletterer Englands auf die Idee, die vor ihm noch keiner gehabt hatte - einen Achttausender zu erobern. Sie kostete ihn das Leben. Eine Generation später berannte die Elite der deutschen Bergsteiger den Nanga Parbat. Mit 26 Toten sollte der Versuch zur größten Katastrophe in der alpinen Geschichte des Himalaja werden. Erst 1953 schaffte der Österreicher Hermann Buhl in einem 41-stündigen einsamen Gang mit angefrorenen Füßen den Weg zur Spitze. 1970 gelang den Brüdern Messner die Durchsteigung der 4500 Meter hohen Südwand, der höchsten Wand der Erde. Dabei kam Günther Messner in einer Lawine ums Leben. 1978 erklomm ihn Reinhold Messner als ersten Achttausender im Alleingang.
In einer gekonnten Mischung aus Bergreportage und Hintergrundschilderung, gestützt auf zeitgenössische Berichte, Briefe und Tagebücher, erweckt Ralf-Peter Märtin ein packendes Kapitel des Abenteuers Berg zum Leben. Er löst die ungeklärten Rätsel des Nanga Parbat und erzählt mit den Biografien der Bergsteiger die Geschichte des Alpinismus der letzten 200 Jahre neu. Die Parallelaktion der Briten am Everest - George Mallorys Verschwinden und Edmund Hillarys Gipfelsieg - dienen Märtin als Vergleich, um die Motive der Akteure herauszuarbeiten. Im oft tödlichen Spiel um die höchsten Gipfel dominieren nicht Bergkameradschaft und Gipfelglück,sondern Ehrgeiz, Eitelkeit, Geld, politisches Kalkül und der unbedingte Wille, nach oben zu kommen.
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