Die Blechtrommel

Die Blechtrommel

Günter Grass

DTV

Anfang der 50er Jahre trommelt und schreibt in einer Heil- und Pflegeanstalt ein Buckliger des Jahrgangs 1924 die Geschichte seines Lebens und seiner Familie vom Begin des Jahrhunderts bis in das Deutschland Adenauers. Oskar Matzerath hat alles gesehen und gehört, nichts ist ihm entgangen, denn e...
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Erscheinungsjahr: 2007
778 Seiten - Taschenbuch
ISBN: 9783423118217

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Inhalt "Die Blechtrommel":

Anfang der 50er Jahre trommelt und schreibt in einer Heil- und Pflegeanstalt ein Buckliger des Jahrgangs 1924 die Geschichte seines Lebens und seiner Familie vom Begin des Jahrhunderts bis in das Deutschland Adenauers. Oskar Matzerath hat alles gesehen und gehört, nichts ist ihm entgangen, denn er war ein hellhöriger Säugling, dessen geistige Entwicklung bereits bei der Geburt abgeschlossen war. Der Außenseiter, der Wirklichkeit ertrommeln und Glas zersingen kann, erweist sich dabei als der einzige Gesunde in einer Welt des Scheins, der Lüge und des Verbrechens. Am Ende seiner phantastischen Autobiographie, die Oskar vom Vorkriegs-Danzig bis ins Düsseldorf der Nachkriegszeit führt, "entdeckt man, daß man über Deutschland und Mitteleuropa - sowohl in der Zeit des Völkermordes als auch im Biedermeier der Restauration - mehr weiß als je zuvor" (Lars Gustafsson). Mit dem Erscheinen der "Blechtrommel" 1959 gewann der deutsche Nachkriegsroman Anschluss an die Weltliteratur und O skar der Trommler seinen festen Platz in der modernen Mythologie.

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Oskarchen möcht nicht mehr wachsen und trommelt weiter
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In Günter Grass’ Buch “Die Blechtrommel” geht es um eine kleinbürgerliche deutsche Familie, die in Danzig lebt. Aus dieser Familie entstammt der Hauptprotagonist Oskar Matzerath. Oskar, im Jahre 1924 geboren, ist clever und durchschaut schnell die verlogene und verkommene erwachsene Gesellschaft. Daher beschließt er an seinem dritten Geburtstag einfach nicht mehr älter zu werden. Durch einen selbst ausgelösten Unfall verhindert er sein Wachstum. Durch sein kindliches Aussehen und sein spielerisches Verhalten mit seiner Blechtrommel wird Oskar von seiner Umwelt permanent unterschätzt. Doch gerade diese Position verleiht ihm die Gabe, die unverfälschte und enlarvende Sicht der Dinge in der Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg, zu haben und dies auch noch ohne jegliche Verantwortung und Teilnahme über sich ergehen zu lassen. weiter
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Bereits bei seiner Geburt verfügt Oskar Matzerath über das Weltwissen eines Erwachsenen. Von Anfang an durchschaut er die Welt der Erwachsenen, ihre Spielchen, ihren Lug und Betrug, und beschließt daher an seinem 3. Geburtstag, nicht mehr zu wachsen. Eine Trommel, die er zu eben jenem Geburtstag von seiner Mutter bekommt, wird zu seinem ständigen Begleiter. Auf ihr trommelt er gegen Intoleranz, Verlogenheit und den Nationalsozialismus. So gelingt es ihm auch, mit Hilfe seiner Trommel ein NS-Orchester an einem Parteitag so aus dem Takt zu bringen, dass plötzlich ein Walzer erklingt und alle zu tanzen beginnen. Die autobiographische Lebensrückschau von Oskar Matzerath in Grass’ unnachahmlichen Stil, der immer wieder anzieht und abstößt zugleich, eröffnet einen eigenartigen, eigensinnigen und einmaligen Blick auf Deutschland vor, während und nach des zweiten Weltkriegs. weiter
Seitenfresser
Der kleinwüchsige Oskar Matzerath schreibt im Jahre 1952 in der Heil- und Pflegeanstalt seine Lebensgeschichte nieder. Dabei beginnt er nicht etwa bei seiner Geburt, sondern bei der Großmutter und der Zeugung seiner Mutter unter den vielen Röcken der Großmutter. Seine Mutter Agnes heiratet später Alfred Matzerath, hat aber gleichzeitig ein Verhältnis mit dem Vetter Bronski, weshalb der 1924 geborene Oskar mit zwei Vätern aufwachsen wird. Dieser beschließt nach seinem dritten Geburtstag, zu dem er seine Blechtrommel geschenkt bekommt, nicht mehr zu wachsen. So beobachtet Oskar sein Leben lang die Welt von unten. Die Blechtrommel wird dabei zu einem lebensnotwendigen Utensil durch die er seinen Protest kund tut. Außerdem entwickelt er die Fähigkeit durch seine Stimme Glas zerspringen zulassen. In 46 Kapitel, unterteilt in 3 Bücher erfährt man nun weiteres von seinem Lebensverlauf: Schon früh ist er an Frauen interssiert, er soll in einem Zirkus auftreten, bringt durch seinen getrommelten Walzertakt einen Naziaufmarsch durcheinander und wird der Chef einer Bande Halbstarker. Dabei scheint er für seine Umgebung zum Unglück zu werden: Der jüdische Lieferant der Blechtrommel bringt sich in der Kristallnacht um, seine Mutter ebenfalls, als sie mit einem zweiten Krüppel schwanger ist, sein einer Vater wird von den Nazis hingerichtet, weil er auf Veranlassung Oskars die polnische Post verteidigt hat und sein anderer Vater verschluckt später beim Einmarsch der Russen das Parteiabzeichen, das ihm Oskar gegeben hat. Durch das Kriegsende entgeht Oskar dem Euthanasietod und arbeitet bei einer Liliputaner-Theatergruppe am Atlantik. Nach der Zeugung eines Kindes mit seiner späteren Schwiegermutter geht er 1945 nach Düsseldorf, wo er als Steinmetz, Jazzschlagzeuger, Modell und im Zwiebelkeller des Herrn Schmuh arbeitet. So wird er durch Tourneen und Schallplatten bald reich. Nachdem er angeklagt wurde, eine Krankenschwester ermordet zu haben, wird er in die Irrenanstalt eingeliefert, wo man wieder auf die erste Erzählebene trifft. weiter

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